Event-Trigger einrichten
Custom Events per 5-Schritt-Wizard — mit Platform-Event-Picker, Shopify-Webhook-Mapping und Flow Action.
Worum geht es?
Der Event-Trigger-Wizard erlaubt es dir, eigene Events (z.B. Newsletter-Signup, Contact-Form-Submit, Add-to-Wishlist) ohne Code an alle aktivierten Werbeplattformen zu senden. Du definierst ein Custom Event, ordnest für jede Plattform einen konkreten Event-Namen zu (Platform-Event-Picker mit Smart-Default-Matching) und wählst einen Trigger-Typ, der das Event auslöst.
Voraussetzungen
- Enterprise-Plan: Event-Trigger, Platform-Event-Picker, Webhook-Mapping und Flow Action sind exklusive Enterprise-Features.
- Mindestens eine aktivierte Plattform: Custom Events werden nur an Plattformen gesendet, für die du im Wizard ein Mapping angelegt hast.
- Aktives Web Pixel: Für
click-,form_submit-,scroll_depth- undtime_on_page-Trigger muss das Web Pixel im Theme laufen.url_match-Trigger funktionieren ebenfalls über das Pixel.
Wizard in 5 Schritten
Den Wizard öffnest du unter Event-Trigger > Neues Custom Event. Jeder Schritt hat eine klare Aufgabe:
- Schritt 1 — Grunddaten: Technischer Name (alphanumerisch, z.B.
newsletter_signup) und Display-Name („Newsletter-Anmeldung"). Der technische Name wird an die Plattformen gesendet, der Display-Name erscheint im Dashboard. - Schritt 2 — Per-Platform-Mapping: Für jede der acht unterstützten Plattformen wählst du einen Event-Namen aus. Meta hat 17 Standard-Events (Lead, CompleteRegistration, Subscribe etc.), Google Ads listet alle Conversion-Actions per GAQL, Microsoft Ads zeigt Offline-Conversion-Goals. Das Smart-Default-Matching schlägt automatisch eine passende Zuordnung vor.
- Schritt 3 — Trigger-Typ: Wähle einen von fünf Trigger-Typen (siehe unten). Der Wizard zeigt dir direkt welche Config-Felder gebraucht werden.
- Schritt 4 — Trigger-Config: Trage die konkreten Werte ein (z.B. Element-ID, Form-Name, Scroll-Prozent, Sekunden, URL-Muster).
- Schritt 5 — Vorschau & Speichern: Der Wizard zeigt eine Zusammenfassung aller Mappings und Trigger-Config. Nach dem Speichern ist das Event sofort aktiv.
Trigger-Typen im Detail
- click: Erwartet eine HTML-Element-ID im Feld
elementId. Beispiel:<button id="subscribe">→ Config:elementId: "subscribe". Reagiert nur auf IDs, nicht auf Klassen oder Selektoren (Web-Pixel-Sandbox). - form_submit: Erwartet ein Form-
name-Attribut im FeldformName. Beispiel:<form name="newsletter">→ Config:formName: "newsletter". - scroll_depth: Prozentwert 1–100 im Feld
percent. Feuert einmal pro Seitenaufruf, wenn der Besucher den angegebenen Anteil der Seite gescrollt hat. Beispiel:percent: 75für 75 %. - time_on_page: Sekundenwert 1–3600 im Feld
seconds. Feuert einmal, wenn der Besucher so lange auf der Seite war. Beispiel:seconds: 30. - url_match: URL-Muster im Feld
pattern. Feuert auf jedem Seitenaufruf, dessen Pfad das Muster enthält (case-insensitive String-Match, keine Regex). Beispiel:pattern: "/danke"matcht/danke,/Danke,/de/danke-seite.
Shopify-Webhook-Mapping
Zusätzlich zum Web-Pixel-Tracking kannst du zehn Shopify-Webhook-Topics einem Custom Event zuordnen. Der Dispatch erfolgt dann serverseitig und ist unabhängig von Browser-Events oder Consent.
- orders/create, orders/paid, orders/updated, orders/cancelled, orders/fulfilled — Bestell-Lifecycle.
- refunds/create — Erstattungen.
- carts/create, carts/update — Warenkorb-Lifecycle.
- checkouts/create, checkouts/update — Checkout-Lifecycle.
Öffne Event-Trigger > Webhooks und wähle pro Topic ein bestehendes Custom Event aus. Mehrere Topics können denselben Event auslösen.
Shopify Flow Action
Für komplexe Workflows kannst du ShopiPixel direkt als Flow-Action in Shopifys Workflow-Editor nutzen. Voraussetzung ist Shopify Plus.
- Öffne den Shopify-Flow-Editor und erstelle einen neuen Workflow.
- Füge eine Action hinzu und wähle ShopiPixel: „Send Event".
- Im Dropdown erscheinen alle deine Custom Events. Wähle das gewünschte Event aus.
- Es öffnet sich eine über App Bridge eingebettete Config-Page, in der du weitere Felder (z.B. Value, Currency) aus Flow-Variablen mappen kannst.
- Speichere den Workflow. ShopiPixel validiert das Setup (Plan-Gate, Event-Existenz, Body-Size) und sendet bei jedem Flow-Run ein Event durch die komplette Platform-Pipeline.
Details zu Actions und Triggern findest du in den Shopify-Flow-Docs.
Smart-Default-Matching erklärt
Wenn du im Wizard den technischen Namen eingibst, schlägt das Smart-Default-Matching pro Plattform automatisch einen passenden Event-Namen vor — basierend auf Fuzzy-Match (Levenshtein-Distanz) und einer DE-/EN-Synonym-Liste.
- Synonym-Liste: Newsletter ↔ Subscribe, Kontakt ↔ Lead, Kauf ↔ Purchase, Anfrage ↔ Inquiry und weitere.
- „Smart-Defaults auf alle anwenden": Dieser Button im Wizard überschreibt alle Mappings mit den aktuellen Vorschlägen. Nützlich, wenn du den technischen Namen später änderst.
- Manuelles Overriding: Du kannst jedes Mapping einzeln überschreiben — das Smart-Default gilt nur als Start-Vorschlag.
Grenzen der Web-Pixel-Sandbox
Das Shopify Web Pixel läuft in einer strikten Sandbox (runtime_context = "strict") und hat deshalb bewusst eingeschränkte Möglichkeiten:
- Nur Element-IDs und Form-Namen:
click- undform_submit-Trigger lesen keine CSS-Klassen, Data-Attribute oder Selektoren. - Kein direkter DOM-Zugriff: Das Pixel kann keine Input-Werte mitlesen (außer E-Mail-Feld mit Name
emailoder IDemailfür LeadCapture). - Alternative bei komplexen Bedingungen: Nutze Shopify-Webhook-Mapping (serverseitig) oder die Flow Action (workflow-gesteuert) — beide sind sandbox-frei.
Bei Event-Triggern bleibt der Shop-Inhaber Verantwortlicher im Sinne von Art. 4 Nr. 7 DSGVO. Rechtsgrundlage für die Übermittlung an Werbeplattformen ist in der Regel Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse an effektivem Marketing). Bei Einbindung von Browser-Identifikatoren oder pseudonymisierten Kontaktdaten greift zusätzlich die Marketing-Einwilligung des Endkunden gemäß § 25 TDDDG. Details zu Verarbeitungsumfang, Sub-Auftragsverarbeitern und Betroffenenrechten findest du in der Datenschutzerklärung.