Tracking & Marketing
Glossar
Von A wie Ad-Blocker bis W wie Webhook-Only Modus: Alle wichtigen Begriffe rund um Server-Side Tracking, Conversion APIs und Datenschutz verständlich erklärt.
A
Ad-Blocker
Software oder Browser-Erweiterung, die Werbeanzeigen und Tracking-Scripts auf Webseiten blockiert. Ad-Blocker verhindern häufig, dass clientseitige Tracking-Pixel Daten an Plattformen wie Meta oder Google senden. Server-Side Tracking umgeht dieses Problem, da die Daten direkt vom Server übermittelt werden.
AddPaymentInfo
E-Commerce-Event, das ausgelöst wird, wenn ein Kunde im Checkout Zahlungsinformationen eingibt. AddPaymentInfo signalisiert eine sehr hohe Kaufabsicht und wird von Plattformen für die Optimierung auf kaufbereite Nutzer verwendet.
AddToCart
Standard-E-Commerce-Event, das ausgelöst wird, wenn ein Besucher ein Produkt in den Warenkorb legt. AddToCart ist ein wichtiges Funnel-Event für Retargeting und wird von allen großen Werbeplattformen unterstützt. Die zuverlässige Erfassung dieses Events verbessert die Zielgruppen-Optimierung erheblich.
AddToWishlist
Event, das ausgelöst wird, wenn ein Besucher ein Produkt auf eine Wunschliste setzt. AddToWishlist ist ein Indikator für Kaufinteresse und wird von Werbeplattformen für Retargeting und Lookalike-Audiences genutzt.
Ad Spend (Werbeausgaben)
Die Gesamtausgaben für bezahlte Werbung auf einer oder mehreren Plattformen. Ad Spend ist die Grundlage für die ROAS-Berechnung. Im Kontext von Server-Side Tracking werden echte Werbeausgaben über die APIs der Plattformen importiert, statt auf geschätzte Werte zu setzen.
Agency-Capabilities
14 granulare Berechtigungen, mit denen ein Shop-Inhaber einzelne Aufgaben an einen Agency-Owner delegieren kann. Beispiele: view_analytics (Statistik-Lesen, Pflicht), manage_platforms (Platform-Credentials), manage_tracking_settings (Tracking-Einstellungen), manage_audiences (Audience Sync), manage_reports (Reports), download_data (Export), upload_data (Bulk-Import), access_debug (Debug-Konsole). Jede Capability ist einzeln aktivierbar — der Shop-Inhaber behält volle Kontrolle.
Agency-Verknüpfung
Vertragliche Beziehung zwischen einem Enterprise-Owner-Shop und einem Ziel-Shop (Target), durch die der Owner den Ziel-Shop im Impersonation-Kontext verwalten darf. Die Verknüpfung entsteht ausschließlich nach aktiver Zustimmung des Ziel-Shop-Inhabers über einen zweistufigen Opt-In-Flow. Jede Agency-Verknüpfung hat einen Link-Typ (AGENCY_MANAGED oder SELF_OWNED) und eine Auswahl aus 14 delegierten Capabilities.
Attribution
Zuordnung einer Conversion (z.B. Kauf) zu einem bestimmten Marketing-Touchpoint oder Kanal. Attribution-Modelle bestimmen, welche Werbeanzeige oder welcher Klick den Kunden zum Kauf geführt hat. Präzises Tracking ist die Grundlage für zuverlässige Attribution und damit für die korrekte Bewertung von Werbeausgaben.
Audience Sync
Automatischer Abgleich von Kundensegmenten mit Werbeplattformen. Über Audience Sync können z.B. Käufer-Listen als Custom Audiences an Meta, als Customer Match an Google Ads, als Custom Audiences an TikTok oder als Customer Lists an Pinterest übertragen werden. Dabei werden ausschließlich SHA-256-gehashte Identifikatoren übermittelt.
AVV (Auftragsverarbeitungsvereinbarung)
Vertrag gemäß Art. 28 DSGVO zwischen einem Verantwortlichen und einem Auftragsverarbeiter. Die AVV regelt, wie personenbezogene Daten verarbeitet werden, welche Sicherheitsmaßnahmen gelten und welche Rechte und Pflichten beide Parteien haben. Für DSGVO-konformes Tracking ist eine AVV mit dem Tracking-Anbieter Pflicht.
Agency Link-Typen
Zwei Verknüpfungs-Typen zwischen Owner- und Ziel-Shop: AGENCY_MANAGED (der Owner ist ein rechtlich getrennter Dienstleister, der den fremden Shop verwaltet — gilt als weiterer Empfänger nach Art. 4 Nr. 9 DSGVO, ist kein Sub-Auftragsverarbeiter, sondern ein eigenständiger ShopiPixel-Kunde; Rechtsgrundlage der Datenweitergabe ist die Einwilligung des Shop-Inhabers nach Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO, im AVV §12 offengelegt) und SELF_OWNED (beide Shops gehören zum selben Verantwortlichen, z.B. bei mehreren eigenen Shopify-Stores desselben Unternehmens). Der Shop-Inhaber wählt den Typ aktiv im Consent-Flow.
C
Cart Abandonment Rate
Prozentsatz der Warenkörbe, die ohne Kaufabschluss verlassen werden. Im E-Commerce liegt die durchschnittliche Cart Abandonment Rate bei 70-80%. Die Analyse dieser Rate hilft, Probleme im Checkout-Prozess zu identifizieren und die Conversion Rate zu steigern.
Checkout
E-Commerce-Event, das den Beginn des Bezahlvorgangs markiert. Das Checkout-Event signalisiert eine hohe Kaufabsicht und wird von Werbeplattformen für die Optimierung von Kampagnen auf kaufbereite Nutzer verwendet. Zusammen mit Purchase bildet es das untere Ende des Conversion-Funnels.
Click-ID
Eindeutiger Identifier, der von Werbeplattformen an URLs angehängt wird, wenn ein Nutzer auf eine Anzeige klickt. Click-IDs ermöglichen die präzise Zuordnung von Conversions zu Anzeigeklicks. Jede Plattform nutzt eigene Parameter: fbclid (Meta), gclid (Google), ttclid (TikTok), msclkid (Microsoft), epik (Pinterest), scid (Snapchat), li_fat_id (LinkedIn).
CompleteRegistration
Event, das bei Abschluss einer Registrierung ausgelöst wird, z.B. bei Account-Erstellung oder Newsletter-Anmeldung. CompleteRegistration wird von Werbeplattformen zur Optimierung auf registrierungsbereite Nutzer eingesetzt.
Consent-Dashboard
Übersicht über die Einwilligungsraten deiner Shop-Besucher. Zeigt den Prozentsatz der Besucher die Analytics- und Marketing-Consent erteilt haben. Wichtig für DSGVO-Berichterstattung und zur Optimierung deiner Consent-Management-Plattform (CMP).
Consent-Flow (Agency)
Zweistufiger Opt-In-Prozess für Agency-Verknüpfungen. Schritt 1: Der Enterprise-Owner lädt einen Ziel-Shop ein und schlägt den Link-Typ vor. Schritt 2: Der Shop-Inhaber öffnet den App-Dialog, sieht alle Details (geteilte Daten, Link-Typ, Owner-Identität) und wählt einzeln aus 14 Berechtigungen. Erst mit aktiver Bestätigung entsteht die Verknüpfung. Rechtsgrundlage ist die Einwilligung nach Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO; der Prozess erfüllt die Voraussetzungen des Art. 7 DSGVO (freiwillig, informiert, eindeutig, nachweisbar) und wird nach Art. 7 Abs. 1 DSGVO protokolliert.
Consent Mode
Technisches Framework von Google, das das Verhalten von Google Tags basierend auf der Cookie-Einwilligung des Nutzers steuert. Im Consent Mode v2 werden bei fehlender Einwilligung anonymisierte Pings gesendet, die Google für Conversion-Modellierung nutzt. Server-Side Tracking respektiert den Consent Mode und verarbeitet Events entsprechend.
Contact
Event, das ausgelöst wird, wenn ein Kunde über ein Kontaktformular, Telefon oder Chat Kontakt aufnimmt. Contact-Events helfen Werbeplattformen bei der Optimierung auf kontaktbereite Leads.
Conversion API (CAPI)
Server-seitige Schnittstelle von Werbeplattformen (z.B. Meta Conversions API, TikTok Events API), über die Conversion-Events direkt vom Server an die Plattform gesendet werden. Im Gegensatz zu Pixel-Tracking ist CAPI nicht von Browser-Einschränkungen, Ad-Blockern oder Cookie-Restriktionen betroffen und liefert deutlich zuverlässigere Daten.
Conversion Goal (Conversion-Ziel)
Ein definiertes Ziel in einer Werbeplattform, das eine gewünschte Nutzeraktion repräsentiert (z.B. Kauf, Lead, Newsletter-Anmeldung). Conversion Goals müssen in der jeweiligen Plattform erstellt und konfiguriert werden, bevor Server-Side Events ihnen zugeordnet werden können. Bei Google Ads heißen sie "Conversion Actions", bei Microsoft Ads "Conversion Goals", bei LinkedIn "Conversion Rules".
Conversion Rate
Prozentualer Anteil der Besucher, die eine gewünschte Aktion ausführen (z.B. Kauf). Eine Conversion Rate von 3% bedeutet, dass 3 von 100 Besuchern kaufen. Im E-Commerce ist die Conversion Rate eine der wichtigsten KPIs und wird durch präzises Tracking erst korrekt messbar.
Cookie Consent
Einwilligungsmechanismus, bei dem Website-Besucher aktiv zustimmen müssen, bevor Cookies gesetzt oder Tracking-Daten erhoben werden. Cookie Consent ist in der EU durch die DSGVO und ePrivacy-Richtlinie vorgeschrieben. Ohne Einwilligung dürfen nur technisch notwendige Cookies verwendet werden.
Creative Analytics
Analysemethode, die Werbeanzeigen auf Creative-Ebene (Bild, Video, Text) bewertet. Statt nur Kampagnen-Performance zu betrachten, zeigt Creative Analytics, welche konkreten Anzeigen-Varianten die besten Ergebnisse erzielen. In Kombination mit Server-Side Tracking basieren die Daten auf echten Conversions statt auf geschätzten Plattform-Metriken.
Custom Domain Tracking
Tracking-Methode, bei der Events über eine eigene Subdomain (z.B. track.dein-shop.de) statt über die Domain des Tracking-Anbieters gesendet werden. Durch die Nutzung der eigenen Domain werden Cookies als First-Party behandelt, was die Zuordnung verbessert und Browser-Restriktionen gegen Drittanbieter-Cookies umgeht.
Custom Events
Benutzerdefinierte Event-Typen, die über die Standard-E-Commerce-Events hinausgehen. Custom Events können mit eigenem Namen und Mapping pro Plattform definiert werden. Maximal 20 pro Shop, verfügbar ab dem Enterprise-Plan. Snapchat erlaubt maximal 5 Custom Events.
Custom Webhook
Benutzerdefinierter HTTP-Endpunkt, an den Events bei bestimmten Aktionen automatisch gesendet werden. Custom Webhooks ermöglichen die Integration mit beliebigen externen Systemen wie CRMs, E-Mail-Marketing-Tools oder eigenen Datenbanken. Sie erweitern das Tracking über die Standard-Plattformen hinaus.
Customer Journey
Der komplette Weg eines Kunden vom ersten Kontakt bis zum Kauf und darüber hinaus. Im E-Commerce umfasst die Customer Journey typische Touchpoints wie PageView, ViewContent, AddToCart, InitiateCheckout und Purchase. Die Analyse der Customer Journey hilft, Absprungpunkte zu identifizieren und den Conversion-Funnel zu optimieren.
D
Data Layer
Strukturiertes JavaScript-Objekt auf einer Website, das Informationen für Tracking-Systeme bereitstellt. Der Data Layer dient als zentrale Datenschicht zwischen Website und Tag Management. Er enthält typischerweise E-Commerce-Daten wie Produktinformationen, Warenkorbwerte und Nutzerinteraktionen.
Data Warehouse
Zentrales Datenlager, das Daten aus verschiedenen Quellen zusammenführt und für Analysen bereitstellt. Im E-Commerce-Kontext werden Tracking-Daten, Bestelldaten und Werbeausgaben in einem Data Warehouse vereint. ShopiPixel unterstützt den Export in Data Warehouses über Webhook, SFTP oder Download.
Deduplication
Prozess zur Erkennung und Entfernung doppelter Events, damit eine Conversion nur einmal gezählt wird. Bei parallelem Client- und Server-Side Tracking ist Deduplication entscheidend, um verzerrte Daten zu vermeiden. Events werden anhand eindeutiger IDs und Zeitfenster abgeglichen.
DSGVO
Die Datenschutz-Grundverordnung ist das zentrale EU-Datenschutzgesetz, das seit Mai 2018 gilt. Sie regelt die Verarbeitung personenbezogener Daten und gibt Betroffenen umfangreiche Rechte (Auskunft, Löschung, Widerspruch). Für Tracking bedeutet die DSGVO: Einwilligung einholen, Daten minimieren, AVV abschließen und transparent dokumentieren.
E
Enhanced Conversions
Google-Feature, das gehashte First-Party-Kundendaten (E-Mail, Telefon, Adresse) zusammen mit Conversion-Tags sendet, um die Zuordnung von Conversions zu verbessern. Enhanced Conversions ergänzen die Standard-Conversion-Messung und erhöhen die Messgenauigkeit, insbesondere bei eingeschränktem Cookie-Tracking.
Event-Konfiguration
Per-Plattform Event-Toggles im Opt-Out-Pattern: Standardmäßig werden alle Events an alle konfigurierten Plattformen gesendet. Über die Event-Konfiguration können einzelne Events pro Plattform gezielt deaktiviert werden. Verfügbar ab dem Growth-Plan.
Event-Latenz
Die Zeitspanne zwischen dem Auftreten eines Events (z.B. ein Kauf im Shop) und dem erfolgreichen Empfang durch die Werbeplattform. Niedrige Latenz ist entscheidend für korrekte Attribution, da viele Plattformen Attributionsfenster von 1-7 Tagen haben. ShopiPixel misst die durchschnittliche und maximale Latenz pro Plattform.
Event Match Quality
Metrik, die bewertet, wie gut Server-Events einem konkreten Nutzer auf einer Werbeplattform zugeordnet werden können. Jede Plattform (Meta, Google, TikTok etc.) gewichtet unterschiedliche Identifikatoren — z.B. E-Mail, Telefon, Click-IDs und Browser-Cookies. Je mehr relevante Parameter mitgesendet werden, desto höher die Event Match Quality. ShopiPixel zeigt den EMQ-Score pro Plattform an.
F
fbclid
Facebook Click Identifier - ein URL-Parameter, den Meta an ausgehende Anzeigenklicks anhängt. Der fbclid ermöglicht die präzise Zuordnung von Website-Conversions zu einer bestimmten Facebook- oder Instagram-Anzeige. Server-Side Tracking stellt sicher, dass der fbclid zuverlässig an die Conversions API weitergeleitet wird.
First-Party Cookies
Cookies, die von der besuchten Website selbst gesetzt werden (gleiche Domain). First-Party Cookies sind weniger von Browser-Restriktionen betroffen als Third-Party Cookies und werden von Safari auf maximal 7 Tage (mit ITP) bzw. 24 Stunden (bei Redirect-Tracking) begrenzt. Sie sind die Grundlage für zuverlässiges Nutzer-Tracking.
G
gclid
Google Click Identifier - ein URL-Parameter, den Google Ads an Anzeigenklicks anhängt. Der gclid verbindet Website-Conversions mit der jeweiligen Google Ads-Kampagne und Anzeigengruppe. Für Enhanced Conversions und präzise Attribution ist die Weitergabe des gclid an die Server-Side API essenziell.
H
Headless Commerce SDK
Software Development Kit für Shopify-Shops mit Headless-Architektur (z.B. Hydrogen, Next.js, Custom Storefronts). Das SDK ermöglicht Server-to-Server Event-Übermittlung ohne Abhängigkeit vom Shopify Web Pixel und nutzt ein standardisiertes Data-Layer-Format für alle unterstützten Plattformen.
I
Impersonation-Kontext
Technischer Modus, in dem ein Agency-Owner Aktionen im Namen eines verknüpften Shops ausführt. Der Owner sieht und verwaltet nur Daten innerhalb der delegierten Berechtigungen. Jede Aktion wird im Audit-Log des Ziel-Shops mit dem Hinweis auf den Owner protokolliert — vollständig nachvollziehbar. Der Ziel-Shop bleibt technisch isoliert: eigene Verschlüsselungsschlüssel, eigene Credentials, eigene Events.
Incrementality Testing
Methode zur Messung des inkrementellen Werbeerfolgs durch Vergleich von Test- und Kontrollperioden. Incrementality Testing unterscheidet organische von werbegetriebenen Conversions und zeigt, welchen tatsächlichen Mehrwert eine Plattform liefert.
iOS 14 ATT
App Tracking Transparency - Apples Datenschutz-Framework, das seit iOS 14.5 eine explizite Einwilligung des Nutzers verlangt, bevor Apps geräteübergreifend tracken dürfen. ATT hat die Effektivität von Facebook-Werbung und anderen App-basierten Plattformen erheblich eingeschränkt. Server-Side Tracking kann einen Teil der verlorenen Daten kompensieren.
K
Kohortenanalyse
Analysemethode, bei der Kunden nach dem Zeitraum ihres ersten Kaufs gruppiert werden. Durch den Vergleich verschiedener Kohorten lassen sich Trends in Wiederkaufraten, Lifetime Value und Kundenbindung erkennen. Eine Retention-Heatmap visualisiert, wie gut verschiedene Kohorten über die Zeit gehalten werden.
Klaviyo
E-Mail- und SMS-Marketing-Plattform für E-Commerce, die häufig von Shopify-Shops eingesetzt wird. Über Server-Side Tracking können Conversion-Events direkt an die Klaviyo API gesendet werden, um Kunden-Profile anzureichern, Segmente zu bilden und automatisierte Marketing-Flows auszulösen — ohne Abhängigkeit von Browser-Scripten.
L
Lead
Event, das einen qualifizierten Interessenten markiert, z.B. nach Absenden eines Formulars oder einer Anfrage. Lead-Events werden von Werbeplattformen zur Kampagnen-Optimierung auf wertvolle Kontakte genutzt.
LinkedIn Conversions API
Serverseitige Schnittstelle von LinkedIn für Conversion-Tracking. Über die Conversions API werden Events direkt vom Server an LinkedIn gesendet, unabhängig vom Insight Tag im Browser. Unterstützt Standard-E-Commerce-Events und erfordert eine Conversion Rule vom Typ "Conversions API".
LTV (Customer Lifetime Value)
Der gesamte Umsatz, den ein Kunde über seine gesamte Beziehung mit dem Shop generiert. LTV ist eine zentrale Metrik für die Bewertung von Akquisitionskosten und Marketing-ROI. Ein LTV von $200 bei Akquisitionskosten von $50 bedeutet, dass jeder gewonnene Kunde langfristig $150 Gewinn bringt.
M
Marketing Mix Modelling (MMM)
Statistische Methode zur Analyse des Zusammenspiels verschiedener Marketing-Kanäle. MMM nutzt historische Daten, um den Beitrag jedes Kanals zum Gesamtumsatz zu quantifizieren — unabhängig von Click-basierter Attribution. Berücksichtigt externe Faktoren wie Saisonalität und ermöglicht Budget-Simulationen.
Markov-Chain Attribution
Datengetriebenes Attributionsmodell, das auf Übergangswahrscheinlichkeiten zwischen Marketing-Touchpoints basiert. Im Gegensatz zu regelbasierten Modellen (Last Click, First Click) berechnet Markov-Chain die Gewichtung automatisch anhand realer Daten. Der Removal-Effekt zeigt, wie sich das Entfernen eines Kanals auf die Gesamtconversions auswirken würde.
Measurement Protocol
Server-seitige API von Google Analytics 4 (GA4), über die Events direkt vom Server an GA4 gesendet werden können, ohne den Browser-Client zu nutzen. Das Measurement Protocol ist Googles Pendant zu Metas Conversions API und ermöglicht zuverlässiges Tracking auch bei Ad-Blockern oder eingeschränkten Cookies. ShopiPixel sendet Events über das Measurement Protocol mit automatischer Session-ID-Zuordnung und Geo-Attribution.
Microsoft Ads UET
Universal Event Tracking (UET) ist das Conversion-Tracking-System von Microsoft Ads (ehemals Bing Ads). Der UET-Tag erfasst Website-Aktionen und meldet sie an Microsoft Ads für die Kampagnen-Optimierung. Über die UET Server-API können Events auch serverseitig gesendet werden, was die Datenqualität gegenüber dem reinen Browser-Tag verbessert.
msclkid
Microsoft Click Identifier - ein URL-Parameter, den Microsoft Ads an Ziel-URLs anhängt, wenn ein Nutzer auf eine Microsoft/Bing-Anzeige klickt. Der msclkid wird für die präzise Zuordnung von Conversions zu Microsoft Ads-Kampagnen verwendet und sollte beim Server-Side Tracking an die UET API weitergeleitet werden.
Multi-Store Management
Funktionalität zur Verwaltung von bis zu 5 verknüpften Shops aus einem zentralen Dashboard (Enterprise-Plan). Jede Verknüpfung entsteht nach zweistufigem Opt-In auf Grundlage der Einwilligung des Shop-Inhabers nach Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO: Der Owner lädt ein, der Shop-Inhaber bestätigt im App-Dialog und wählt einzeln aus 14 Berechtigungen. Events der verknüpften Shops zählen auf das geteilte Owner-Quota (100K). Strikte Datenisolierung zwischen allen verwalteten Shops, jederzeitiges Widerrufsrecht nach Art. 7 Abs. 3 DSGVO.
P
PageView
Grundlegendes Tracking-Event, das bei jedem Seitenaufruf ausgelöst wird. PageView ist das häufigste Event und bildet die Basis für alle weiteren Analysen wie Besucherzahlen, Traffic-Quellen und Nutzerverhalten. Im E-Commerce ist der PageView der oberste Punkt im Conversion-Funnel.
PII Hashing
Verfahren, bei dem personenbezogene Daten (Personally Identifiable Information) wie E-Mail-Adressen oder Telefonnummern vor der Übermittlung an Werbeplattformen kryptografisch gehasht werden. PII Hashing ist ein datenschutzfreundlicher Ansatz: Die Plattformen können die Daten zum Matching nutzen, ohne die Originaldaten zu kennen.
Pinterest Conversions API
Serverseitige Schnittstelle von Pinterest für Conversion-Tracking. Über die Conversions API werden Events direkt vom Server an Pinterest gesendet, parallel zum Pinterest Tag. Unterstützt alle Standard-E-Commerce-Events und nutzt den epik-Click-Identifier für die Attribution.
Pixel Tracking
Klassisches, clientseitiges Tracking mittels JavaScript-Code (Pixel), der im Browser des Besuchers ausgeführt wird. Pixel Tracking wird durch Ad-Blocker, Browser-Restriktionen (ITP, ETP) und fehlende Cookie-Einwilligung zunehmend unzuverlässig. Branchenschätzungen zufolge können Datenverluste von 30-40% auftreten.
Purchase
Das wichtigste E-Commerce-Event, das einen abgeschlossenen Kauf signalisiert. Das Purchase-Event enthält typischerweise Bestellwert, Währung, Produkte und Transaktions-ID. Es ist die Grundlage für ROAS-Berechnung, Conversion-Optimierung und Umsatz-Attribution über alle Werbeplattformen hinweg.
R
Refund
Event, das eine Rückerstattung signalisiert. Refund-Events werden an die Werbeplattformen gesendet, um Conversion-Daten korrekt zu bereinigen und die ROAS-Berechnung zu präzisieren.
RemoveFromCart
Event, das ausgelöst wird, wenn ein Besucher ein Produkt aus dem Warenkorb entfernt. RemoveFromCart hilft bei der Analyse von Kaufabbrüchen und wird für die Optimierung des Checkout-Funnels genutzt.
ROAS
Return on Ad Spend - Kennzahl, die den Umsatz pro eingesetztem Werbe-Euro misst. Ein ROAS von 5 bedeutet, dass 1 Euro Werbeausgaben 5 Euro Umsatz generiert haben. Präzises Conversion Tracking ist die Voraussetzung für zuverlässige ROAS-Berechnung und damit für die Optimierung von Werbebudgets.
S
Search
Event, das bei einer Produktsuche im Shop ausgelöst wird. Search-Events liefern wertvolle Daten über Kundeninteressen und werden von Werbeplattformen für die Optimierung von Suchkampagnen genutzt.
Server-Side GTM
Server-seitige Variante des Google Tag Managers, die Tags nicht im Browser, sondern auf einem eigenen Server ausführt. Server-Side GTM erfordert eigene Cloud-Infrastruktur (meist Google Cloud) und technisches Know-how. Spezialisierte Tracking-Lösungen bieten vergleichbare Funktionalität ohne den Aufwand einer eigenen Server-GTM-Instanz.
Server-Side Tracking
Tracking-Methode, bei der Conversion-Events nicht aus dem Browser des Nutzers, sondern direkt vom Server an die Werbeplattformen gesendet werden. Server-Side Tracking ist unabhängig von Ad-Blockern, Browser-Restriktionen und Cookie-Einschränkungen. Es liefert zuverlässigere Daten und höhere Event Match Quality als reines Pixel-Tracking.
SFTP-Export
Sichere Dateizustellung über das SSH File Transfer Protocol. SFTP-Export ist eine gängige Methode, um Tracking-Daten automatisiert in ein Data Warehouse oder einen Analyse-Server zu übertragen. Im Gegensatz zu HTTP-Webhooks eignet sich SFTP besonders für große Datenmengen und regelmäßige Batch-Transfers.
Snapchat Conversions API
Serverseitige Schnittstelle von Snapchat für Conversion-Tracking. Über die Conversions API werden Events direkt vom Server an Snapchat gesendet, parallel zum Snap Pixel. Unterstützt Standard-E-Commerce-Events und nutzt den ScCid-Click-Identifier für die Attribution. Maximal 5 Custom Events erlaubt.
Subscribe
Event, das bei einer Newsletter- oder Abo-Anmeldung ausgelöst wird. Subscribe-Events werden insbesondere an Klaviyo gesendet, um Marketing-Automationen und Segmentierungen auszulösen.
T
Traffic Permissions (Domain-Positivliste)
Ein Filtermechanismus in Werbeplattformen wie Meta, der steuert, von welchen Domains Browser-basierte Pixel-Events akzeptiert werden. Traffic Permissions betreffen ausschließlich Client-Side Pixel-Tracking, nicht Server-Side CAPI-Events. Server-Side Events umgehen diesen Filter, da sie direkt vom Server gesendet werden. Nicht zu verwechseln mit API-Berechtigungen oder Token-Scopes.
Tester-Modus
Kostenloser Vollzugang zu allen ShopiPixel-Features und Plattformen auf Einladung. Kann jederzeit von ShopiPixel beendet werden (§ 4.13 AGB).
Token-Ablauf
Einige Plattform-APIs (z.B. Pinterest, LinkedIn) verwenden Access Tokens mit begrenzter Gültigkeit. Pinterest-Tokens laufen nach 30 Tagen ab, LinkedIn-Tokens nach 60 Tagen. ShopiPixel warnt rechtzeitig per Email und zeigt den Ablauf-Status in den Einstellungen an, damit du den Token rechtzeitig erneuern kannst.
Third-Party Cookies
Cookies, die von einer anderen Domain als der besuchten Website gesetzt werden. Safari blockiert Third-Party Cookies seit 2020 standardmäßig, Firefox ebenfalls. Google hat die geplante vollständige Abschaffung in Chrome zurückgefahren und bietet seit 2025 stattdessen eine User-Choice-Option (IP Protection). Unabhängig davon bleibt Server-Side Tracking die zuverlässigste Methode zur Conversion-Erfassung.
TikTok Events API
Die Server-to-Server API von TikTok für Conversion-Tracking. Über die Events API können Conversion-Events direkt vom Server an TikTok gesendet werden, parallel zum TikTok Pixel. Die API unterstützt alle Standard-E-Commerce-Events und ermöglicht eine präzisere Attribution als der alleinige Einsatz des Browser-Pixels.
ttclid
TikTok Click Identifier - ein URL-Parameter, den TikTok an Anzeigenklicks anhängt. Der ttclid ermöglicht die Zuordnung von Website-Conversions zu TikTok-Werbekampagnen. Für die TikTok Events API ist die Weitergabe des ttclid zusammen mit dem ttp-Cookie entscheidend für präzises Conversion-Tracking.
U
UET (Universal Event Tracking)
Microsoft Ads Tracking-Tag, das Conversions auf Websites erfasst und an Microsoft Ads (ehemals Bing Ads) meldet. UET funktioniert ähnlich wie das Meta Pixel, allerdings für das Microsoft-Werbenetzwerk. Server-Side Integration sendet Events direkt über die Microsoft UET API und umgeht Browser-Einschränkungen.
V
ViewCart
Event, das ausgelöst wird, wenn ein Besucher die Warenkorbseite aufruft. ViewCart ist ein wichtiger Funnel-Schritt zwischen AddToCart und Checkout und wird für Retargeting-Kampagnen genutzt.
ViewContent
Event, das bei der Ansicht einer Produktdetailseite ausgelöst wird. ViewContent signalisiert Kaufinteresse und wird von Werbeplattformen für dynamisches Retargeting und Produktempfehlungen genutzt.
W
Webhook-Only Modus
Tracking-Modus bei dem Events ausschließlich über Shopify Server-Webhooks erfasst werden, ohne Web Pixel im Browser. Vorteil: Maximal privacy-freundlich, kein Browser-JavaScript nötig. Einschränkung: Cart-Events (AddToCart) enthalten bei Shopify keine Kundendaten und können von Meta nicht zugeordnet werden. Purchase- und Checkout-Events funktionieren uneingeschränkt mit vollen Kundendaten.
Widerrufsrecht (Art. 7 Abs. 3 DSGVO)
Der Shop-Inhaber kann eine bestehende Agency-Verknüpfung jederzeit mit einem Klick beenden — ohne Begründung, unmittelbar wirksam. Nach dem Widerruf hat der Agency-Owner keinen Zugriff mehr auf den Shop. Sub-Stores, die ausschließlich über die Agency-Verknüpfung bezahlt wurden, fallen automatisch auf den FREE-Plan zurück. Alle bisherigen Aktionen des Agency-Owners bleiben im Audit-Log nachvollziehbar.
Bereit für zuverlässiges Tracking?
ShopiPixel setzt all diese Konzepte in die Praxis um - mit datenschutzfreundlicher Infrastruktur.